Soziale Netzwerke – Teil 5: Facebook

Das vom amerikanischen Unternehmer Mark Zuckerberg gegründete soziale Netzwerk Facebook wurde 2004 der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt und hat heute weltweit 500 Millionen Mitglieder. Somit ist fast jeder Zehnte Erdbewohner bei Facebook angemeldet. Es gibt insgesamt mehr als 75 Sprachversionen bei diesem globalen Internetführer. Heute generiert das soziale Netzwerk einen jährlichen Umsatz von mehr als 800 Mio. US-Dollar. Neben Zuckerberg gehören auch Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin, allesamt ebenfalls Mitgründer, zu den Urhebern von Facebook. Der Name stammt aus der US-Universitätskultur. Facebooks sind Schilder für Studenten, die sich auf dem jeweiligen Campus zurechtfinden müssen. Abgebildet sind die Bilder anderer Kommilitonen, wobei nicht an jedem College solche Facebooks zu finden sind.



Die Mitglieder von Facebook können ähnlich wie bei den VZ-Seiten, Lokalisten.de oder Wer-kennt-wen.de ein eigenes Profil erstellen, sich mit Freunden und Bekannten in Kontakt setzen, Fotos und Videos online präsentieren, eigene Gruppen zu speziellen privaten wie öffentlichen Events, Terminen und Sonstigem erstellen oder den aktuellen Status angeben. Auch besteht die Möglichkeit, Videos von externen Broadcastern wie Youtube oder MyVideo anderen Nutzern des sozialen Netzwerkes zu empfehlen. Dank der Sicherheitsbestimmungen kann man bis in das kleinste Detail selbst entscheiden, welche eigenen Daten der öffentlichen Community, den Freunden und deren Bekannten zugänglich gemacht werden dürfen. Dies betrifft etwa Familienstand, Geburtsdatum, Fotos, Pinnwandeinträge oder Gruppenpräsentationen. So hat man stets eine Chance, sich vor ungewünschten Emails, Stalkern oder sonstigen negativ auf andere wirkenden Personen zu schützen.

Charakterisierend für Facebook sind zahlreiche Applikationen, so genannte Programmierschnittstellen, welche es externen Web- oder Technologieanbietern ermöglichen, sich mit Facebook zu verknüpfen und so die eigenen Dienste einer großen Zielgruppe anzubieten. Die angemeldete Person kann damit Spiele ausprobieren, welche von einfachen Browser-Games über Liebeslexika, Tests zu Freunden und Kalendern bis hin zu Prominentenrätseln reichen. Darüber hinaus können Nutzer ihre Anmeldedaten über die Connect-Version auch auf andere Websites bzw. Webdienste übertragen, die mit Facebook verbunden sind. Über die Open-Graph-Funktion ist es angehenden Entwicklern zudem möglich, eigene Applikationen erstellen. Unternehmen haben nicht nur die Gelegenheit, eine eigene Gruppe oder Profilwebsite bei Facebook zu erstellen, sondern auch ihre eigenen Produkte ähnlich wie bei Google AdWords zu bewerben. Dies geschieht durch Textanzeigen, die an den Randseiten der Mitgliederprofile zu finden sind.

 

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