Soziale Netzwerke – Teil 2: Zum Freunde finden

Soziale Netzwerke boomen und noch in diesem Jahr soll weltweit die Zahl der Vernetzten die eine Milliarde-Marke erreichen. So erfreuen sich die Sozialen Netzwerke nicht zuletzt deswegen immer größerer Beliebtheit, weil sie als virtuelle Börse für Freundschaften und der Partnersuche fungieren. Zwar nutzt der Großteil Facebook und Co. nur dazu, um sich auch virtuell mit Freunden auszutauschen, die sie auch persönlich kennen, doch gerade unter jüngeren Usern dienen Soziale Netzwerke auch zum Freunde finden.


Doch auch das muss nicht Bedenklich sein. Wer hat sich nicht schon mal bei der Suche nach der alten Sandkastenliebe oder dem Nachbarsohn von nebenan erwischt. Gerade dann, wenn es die alten Freunde über das gesamte Bundesgebiet zerstreut hat, bietet ein Soziales Netzwerke eine optimale Möglichkeit, alte Freunde wiederzufinden. Schnell ist der Name der gesuchten Person eingegeben und nicht selten hat man Erfolg. Ohne Aufwand lassen sich so oftmals ein paar Informationen über Wohnort, Ausbildung, Aussehen und Hobbys herausfinden. Einer Kontaktaufnahme steht nichts im Wege und vielleicht lässt sich so an eine längst verloren geglaubte Freundschaft wieder anknüpfen.

Kritisch wird es dann, wenn man ausschließlich Soziale Netzwerke zum Freunde finden nutzt. Gerade kontaktscheue und schüchterne Menschen machen sich so die Anonymität zu nutzen und versuchen, ihre Schüchternheit im virtuellen Raum abzulegen. Das geht oftmals schief, die angeschriebenen Personen reagieren pikiert. Was im normalen Leben für viele eine Schwierigkeit darstellt, ist im Netz dank fehlender Unmittelbarkeit zwar einfacher, wahre Freundschaften allerdings entstehen nicht im digitalen, sondern im richtigen Leben.

Zum Freunde finden taugen die Sozialen Netzwerke daher wenig, vielmehr stellen sie eine Erweiterung der ohnehin schon bestehenden Freundschaften dar. Die meisten User jedenfalls geben an, nur mit wirklichen Freunden und Bekannten virtuell Befreundet zu sein.

 

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