Wer ist online?
Wir haben 4 Gäste online| Die Sprache der Social Networks: Codes und Zeichen der E-Mail |
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Die Art und Weise, wie wir Menschen miteinander Kommunizieren, hat sich in den vergangenen 20 Jahren maßgeblich verändert. Digitale Kommunikationsformen und Dienste wie E-Mail, Chats und Social Networks haben sich längst etabliert und fungieren als Medium der Kommunikation. Das ganze hat selbstverständlich einen Vorteil, denn man muss nicht an ein und dem selben Ort sein, um miteinander zu kommunizieren. Man muss nicht mal mehr sprechen, um sich auszutauschen.
Doch der virtuelle Raum, in dem wir miteinander kommunizieren, unterscheidet sich von der direkten Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Personen dadurch, dass verschiedene Übertragungskanäle der Sprache fehlen. In einer normalen Unterhaltung, sei es am Telefon oder von Angesicht zu Angesicht, wird ja nicht ausschließlich über Sprache kommuniziert. Von elementarer Bedeutsamkeit ist hier nämlich die para- und nonverbale Ebene, also die Ebene, über die der Sprecher anhand von Mimik, Gestik und Intonation parallel zum Gesagten etwas ausdrückt. Erst durch das Zusammenspiel der verschiedenen Kommunikationskanäle kommt die Botschaft beim Gegenüber auch so an, wie sie ankommen soll. So sind die digitalen Kommunikationsformen wie E-Mail und Chat vor allem durch ein sprachliches Defizit gekennzeichnet. Und um dieses Defizit in der E-Mail zu kompensieren, haben sich spezielle Codes und Zeichen etabliert, um genau jene fehlende Unmittelbarkeit direkter Kommunikation zu kompensieren. Bekanntestes Mittel in der Onlinekommunikation sind etwa die Emoticons. Schon das Wort an sich drückt aus, wofür es da ist. Die Verschmelzung von Emotion und Icon zu einem Wort soll ausdrücken, dass hier mittels bestimmter Zeichen Emotionen, also Gefühlsregungen mitgeteilt werden sollen. Emoticons sind also Abkürzungen für Gefühlsregungen wie Lachen oder Wut und dienen der Zustandsbeschreibung des Verfassers als kreative Reaktionen auf die reduzierte Sprachnutzung im E-Mail, Facebook und Co. Zudem nehmen sie der E-Mail ihre Formalität und Ernsthaftigkeit, simulieren also Mündlichkeit und einen lockeren Umgangsstil :-)
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