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Wir haben 2 Gäste online| Das Coming-out in verschiedenen sozialen Umfeldern |
| Geschrieben von: Sebastian |
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Ein Coming-out erfordert viel Mut, da trotz gestiegener Akzeptanz und Toleranz gegenüber Homosexuellen diese Menschen immer noch häufig Opfer von Diskriminierungen und ungleicher Behandlung werden. In einer Studie der University of Rochester in England wurde jetzt untersucht, wie sich die verschiedenen sozialen Umfelder auf das Outing auswirken.
Hierbei wurde festgestellt, dass ein Coming-out eine positive Wirkung auf die Psyche und das Wohlbefinden hat, da es einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der sexuellen Identität. Durch Geheimhaltung der eigenen Sexualität und einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft ist es Homosexuellen nämlich nicht möglich, ein authentisches Selbstwertgefühl zu entwickeln. In diesem Fall sind sie einem permanenten Druck ausgesetzt, der häufig mit psychischen Problemen einhergeht. Innerhalb der Studie wurde festgestellt, dass es vorwiegend lesbische Frauen sind, die sich outen und die sich nach dem Coming-out glücklicher fühlen als homosexuelle Männer, da sie der Regel mehr Unterstützung von ihrem Umfeld erhalten. Viele Homosexuelle bevorzugen auch ein selektives Outing, dass sich nur auf bestimmte soziale Gruppen bezieht. Im privaten Umfeld findet das Outing von Homosexuellen am häufigsten statt, da sie sich dort freier entfalten können und sich akzeptierter fühlen als in der Berufswelt. Innerhalb der Studie gaben 87 Prozent der Befragten an, sich bereits im Freundeskreis geoutet zu haben, in der Schul- und Berufswelt lag der Wert jedoch nur bei durchschnittlich 50 Prozent und in religiösen Gemeinschaften bei 31 Prozent. Durch die zunehmend steigende Toleranz gegenüber Homosexuellen bleibt zu hoffen, dass homosexuelle Menschen zukünftig als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft akzeptiert werden und keine Ausgrenzung mehr erfahren. |