Betrüger zocken Studenten auf WG-Börsen ab

Viele Studenten suchen in Onlinebörsen wie wg-gesucht.de oder studenten-wg.de Wohnungen für ihr Studium. Dort vermieten andere junge Menschen Zimmer in Wohngemeinschaften oder ihre Singlewohnungen zur Untermiete. Praktisch, einfach und freundschaftlich gestaltet sich dort der Immobilienmarkt.

In letzter Zeit tummeln sich jedoch immer häufiger Betrüger in diesen kleinen Mikrokosmos und werben Zimmer und Wohnungen mit traumhaften Konditionen zum Wohnen an. Zentrumsnah, hell, Parkett und vor allem günstig sind die ausgeschriebenen Angebote. Haben sich Interessenten gemeldet, so wird per Mail auf englisch kommuniziert, dass man gerade nicht in Deutschland sei, den Schlüssel zur Wohnung jedoch per Post zugeschickt bekommen könnte, wenn man die Kaution im Vorfeld mittels einem Treuhandservice von DHL oder Western Union bezahlt. Da jedoch DHL und Western Union gar keinen Treuhand Service anbieten, sehen Gutgläubige ihre Vorzahlungen nie wieder und neuen Wohnraum hat man fürs Studium auch nicht gewonnen.

Gerade in Städten mit begrenztem oder sehr teuren Immobilienmarkt, wie Hamburg, München, Jena oder Heidelberg, in denen günstiges Wohnen wahrlich schwer zu finden ist, sind in letzter Zeit solche Betrugsanzeigen vermehrt geschaltet worden, um verzweifelte Studenten oder unerfahrene junge Menschen auf der Suche nach Wohnungen hinters Licht zu führen. Auch wenn sich die Betreiber dieser Onlinebörsen bemühen, unseriöse Angebote zu filtern und zu sperren, so wird man solche Betrugsmaschen nur verhindern können, wenn man mit aller Vorsicht agiert und mit offenen Augen im Internet unterwegs ist. Prinzipiell gilt, dass man niemals in Vorkasse gehen sollte und ein seriöses Immobiliengeschäft immer erstmal eine Wohnungsbesichtigung mit dem Vermieter, Makler etc. anbietet. Auch hilft es, unglaubwürdige Angebote den Betreibern zu melden und für Aufklärung zu sorgen.

 

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